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Heimat Podcast

Ein polit-ökonomischer Blick auf unsere Heimat


Ep. 10: Zugfahrt ins neoliberale Zeitalter, Medien sparen durch Qualität und Bauland-Mond-Preise

Der Kluge reist im Zuge. Der besonders Kluge macht das auch noch günstig: Bald geht es für 47 Franken von Aarau nach Brüssel mit dem Nachtzug. Dass das alles andere als klug ist für das europäische Schienennetz, finden hingegen wir, und so diskutieren wir die Auswirkungen der Liberalisierung des Personenverkehrs. Dass ausgerechnet Umweltorganisationen und Gewerkschaften die Öffnung befürworten (unter Vorbehalt Schweizer Tarif- und Lohnstandards), sorgt für einige Verwunderung.

Ausgehend von der eigenen Zeitungslektüre und unkritischen Leser:innenkommentaren wird der nächsten Frage nachgegangen: Warum steckt die Schweizer Medienbranche seit Jahren im Abbaumodus? Ein paar Zahlen bringen es auf den Punkt: Der Printwerbemarkt ist von rund drei Milliarden Franken vor 20 Jahren auf noch etwa 600 Millionen eingebrochen, während das digitale Werbegeld fast vollständig an ausländische Plattformen statt in die Schweizer Medienlandschaft fliesst. Wir fragen uns, was die Medienunternehmen mit all dem Geld gemacht haben und wagen einen Ausflug in die Tiefen des Internets. Doch auch am Swiss Radio Day 2026 wird es nicht besser: Bundesrat Albert Rösti weiss nicht, was er gegen diesen Einbruch tun soll, und schwört die Anwesenden ein, sich auf die Qualität zu fokussieren.

Wir schliessen mit den ewig gleichen Zahlen ums (Miet)Wohnen: Die Leerwohnungsziffer der Schweiz ist 2026 erstmals unter ein Prozent gefallen. Spitzenreiter ist der Kanton Zug mit 0.2 Prozent. Ein Blick ins Magazin «Surplus» zeigt zudem, wie gut es die Schweiz im europäischen Vergleich eigentlich hat: In Lissabon frisst die Durchschnittsmiete inzwischen rund 118 Prozent des Nettolohns. Und auch bei den deutschen Baulandpreisen wird es surreal, wenn im Deutschlandfunk-Podcast von Steigerungen im fünfstelligen Prozentbereich die Rede ist. Wir schliessen mit dem Fazit «Im Westen nichts Neues».

Empfehlungen

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00:00:00 Zugfahrt ins neoliberale Zeitalter
00:13:57 Begrüssung
00:15:07 Mediensystem in der Krise
00:43:15 BR Albert Rösti am Swiss Radio Day 2026
01:12:56 Zahlen & Fakten zur Wohnkrise

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Stürmisch startet diese Episode. Finanzspezialist:innen entwickeln lukrative Kreditformen (in der Tendenz mit leichtem Banken-Bias), die niemanden kalt lassen sollten. Diese Geschichte muss gleich zu Beginn erzählt sein.

Im Fokus steht dann einmal mehr der Immobilienmarkt. Wir fragen uns: Was heisst eigentlich verdichten? Und was ist eigentlich klimaschonender: neu bauen oder erhalten und sanieren? Angeregt bleibt die Episode auch in diesem zweiten Themenblock, denn die Debattanten sind sich nicht unbedingt einig, wenn es um die Verteilung knapper Wohnquadratmeter geht.

Abgerundet wird das Ganze mit weiteren Gedanken und Aspekten aus dem Blätterwald rund um die Schweizer Immobilienlandschaft.

Empfehlungen & Quellen

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Wurde dieser Podcast mit einer KI generiert? Wären wir bei Tamedia, so wäre das dank fehlender Kennzeichnungspflicht nicht klar. So aber widmen wir uns gleich zwei Schweizer Nationalheiligtümern: der Neutralität und dem Immobilienmarkt.

Zunächst lauschen wir einem Gespräch mit Altkanzler Walter Turnherr und fragen uns, ob die Schweizer Neutralität eine politische Strategie ist oder einfach Aussenpolitik in der Kaffeepause.

Danach tauchen wir kopfüber in die finanzialisierte Wohnungskrise: Wer kauft eigentlich all diese Häuser? Spoiler: Es sind nicht die, die darin wohnen wollen. Pensionskassen, Hypothekarvolumen in absurder Höhe und Immobilienfonds mit Renditen, die zu einem Puls führen, der sogar Beton sprengen kann.

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Heimatverteidigung steht heute an erster Stelle. So sprechen wir in dieser Folge unter anderem über die Mehrwertsteuer, die unbedingt erhöht werden muss, weil bei der Armee eine «Nachrüstung» ansteht, wie wir von der Philosophin Katja Gentinetta lernen durften. Für einmal ist also nicht Sparen angesagt, sondern Steuern erhöhen. Aber welche Steuern werden erhöht und wieso?

Des Weiteren sprechen wir über die Halbierungsinitiative, weil der Heimat kein guter medialer Service Public gegönnt sein soll. Der ist ja beim Verteidigen gegen Desinformationen auch nicht so wichtig.

Natürlich darf das Thema «Wohnen» auch dieses Mal nicht fehlen. Wir machen einen kurzen Exkurs und vergleichen den Kündigungsschutz beim Mieten in Europa.

Kapitel

  • 00:00:15.000 Eingang
  • 00:04:38.000 Europäischer Heimatverlust: Quervergleich des Kündigungschutz beim Mieten
  • 00:29:30.000 Rückblick mediale Auswirkungen SRF Dok Wohnungsnot
  • 00:37:58.000 Halbierungsinitiative
  • 01:02:28.000 Resilienz der Bevölkerung gegen Desinformation
  • 01:11:50.000 Heimatsverteidigung

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Wir sprechen über die wesentlichen Themen unserer Zeit: Wohnungsnot, Wohlstand und das WEF.

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